Nasenschleim spricht Bände


Infektion, Allergie oder normal?

Kleines Mädchen mit Ohrringen und dickem grüngelbem Rotz lächelt in die Kamera.
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Der Nasenschleim hat nicht nur eine wichtige Schutzfunktion. Mit seiner Konsistenz und seiner Farbe gibt das Nasensekret auch Hinweise, ob eine Infektion vorliegt. Dabei kann man in Maßen sogar zwischen Viren und Bakterien unterscheiden.

Gelb spricht für Viren, grün für Bakterien

Nasenschleim ist eigentlich ein bisschen eklig – vor allem der der anderen. Doch ohne ihn ginge es den Atemwegen und der Lunge schlecht. Denn er bildet eine regelrechte Barriere und schützt Bronchien und Lungenbläschen vor Staub, Reizstoffen und Krankheitserregern.

Bei gesunder Nase ist der Nasenschleim klar, weil er vor allem aus Wasser besteht. Außerdem enthält er Eiweiß, Salze und Zellen, die die Nasenschleimhaut feucht halten und Partikel abfangen. Verändern sich Farbe, Menge und Konsistenz, kann das ein Zeichen für eine Erkrankung sein:

  • Deutlich mehr klarer Schleim ist häufig mit allergischen Reaktionen verbunden. Manchmal ist dies auch ein sehr früher Hinweis auf eine Virusinfektion.
  • Zu weißem Schleim kommt es meist bei verstopfter Nase. Er ist ein frühes Anzeichen für Erkältungsinfektionen, da das Immunsystem aktiv wird. Die Entzündung in der Schleimhaut wird angekurbelt, gleichzeitig wird der Schleimfluss selbst verlangsamt und der Schleim dicker.
  • Eine gelbe Farbe erhält der Schleim durch Enzyme, die in der Nase von absterbenden Abwehrzellen freigesetzt werden. Das passiert vor allem bei Erkältungsviren, z. B. bei Grippe oder RSV-Infektion.
  • Grüner Schleim entsteht durch ein Enzym der neutrophilen Granulozyten, die ebenfalls zu den Abwehrzellen gehören. Diese Zellen werden insbesondere bei bakteriellen Infektionen aktiv, manchmal aber auch bei schweren Virusinfektionen.
  • Roter oder rosa Schleim spricht für Blut. Meist kommt es durch gereizte oder geschädigte Nasenschleimhaut dazu, z.B. nach kräftigem Schnäuzen. Handelt es sich um kleine Mengen, ist roter Schleim harmlos.
  • Brauner oder oranger Schleim weist auf getrocknetes Blut hin, z.B. durch das Ablösen kleiner Borken in der Nase. Manchmal ist auch das Einatmen von Rauch oder Staub daran schuld. Bleibt der Nasenschleim länger von dieser Farbe, könnte eine anhaltende Entzündung oder Reizung dahinterstecken.
  • Schwarzer Schleim ist sehr selten. Er kann ein Zeichen für eine Pilzinfektion sein. Manchmal färbt sich Nasenschleim auch bei einer sehr starken Schadstoffbelastung durch Zigarettenrauch oder Ruß schwarz.

Quelle: Medscape

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